Pressemitteilung CSD Oberhausen 2026

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Zeit für Pride: Erster CSD in Oberhause

Breites Bündnis ruft dazu auf, am 11. Juli 2026 zu demonstrieren und zu feiern – für ein offenes, vielfältiges Oberhausen

Oberhausen ist die größte deutsche Stadt ohne CSD. Bis jetzt! Am 11. Juli findet der erste Christopher Street Day in Oberhausen statt, organisiert von einem breiten Bündnis aus Vereinen und Initiativen, Jugend-, Kultur- und Sporteinrichtungen, kirchlichen Gruppen sowie Jugendorganisationen von Parteien. Unter dem Motto ZEIT FÜR PRIDE startet um 12 Uhr eine Demonstration am Altmarkt vor dem Restaurant Gdanska. Nach einem glamourösen Auftakt mit Drag-Queen Loreley Rivers (unter anderem bekannt aus Drag Race Germany) zieht ein Demonstrations-Zug durch die Innenstadt. Anschließend findet auf dem Ebertplatz ein großes Familienfest statt. Alle sind eingeladenen, dabei zu sein und für ein offenes und vielfältiges Oberhausen auf die Straße zu gehen.

Wir sagen, es ist ZEIT FÜR PRIDE und wünschen uns für Oberhausen:

  • QUEERE ORTE: Oberhausen bietet mehr, als man auf den ersten Blick sieht: Feiern bei den Queeronauten, Freund:innen treffen bei no.name oder anderen Jugend-Treffs, queere Stoffe im Theater oder beim Buchclub der Stadtbibliothek! Wir möchten queere Angebote sichtbarer machen und ausbauen.
  • QUEERE SICHTBARKEIT: Es braucht nicht nur mehr Treffpunkte. Auch queeres Leben soll sichtbarer werden! Viele sind queer, manche können das im Alltag nicht zeigen. Beim CSD wird deutlich, wie vielfältig Oberhausen wirklich ist.
  • QUEER SICHER LEBEN: An der Gesellschaft teilhaben geht nur, wenn man sich sicher fühlt. Doch viele queere Menschen fühlen sich bedroht. Sicherheit heißt nicht nur Schutz, wenn etwas passiert. Es braucht auch einen gesellschaftlichen Diskurs über die Ursachen von Gewalt, Solidarität mit Betroffenen und präventive Bildungsangebote. 
  • QUEER GEGEN RECHTS: Dabei ist klar: Queer sein heißt antifaschistisch sein. Wir stellen uns gegen den Rechtsruck und zeigen, dass menschenfeindliche Weltbilder und Intoleranz keinen Platz in Oberhausen haben. Wenn deutschlandweit CSDs bedroht und Aktivist:innen eingeschüchtert werden, ist es ganz klar: ZEIT FÜR PRIDE!

Wie stellen wir uns ein sichtbares, gemeinschaftliches und solidarisches Leben in Oberhausen vor? In welcher Stadt wollen wir leben? Dazu haben die Veranstalter:innen Utopien entwickelt:
Medizinische Selbstbestimmung – Familie ist, wo man füreinander einsteht – Ein sicheres Leben in Oberhausen – Bildung für alle – Ein sichtbares gemeinschaftliches und solidarisches Leben in Oberhausen

Auf www.csd-oberhausen.de/utopien gibt es mehr zu unseren Vorstellungen über das Zusammenleben in Oberhausen. 

Ein buntes Fest für Akzeptanz und Vielfalt

Nachdem der Demonstrationszug auf dem Ebertplatz angekommen ist, steigt auf dem Platz ein großes Stadtfest für die ganze Familie. An Infoständen präsentieren sich die beteiligten Vereine, Initiativen und Einrichtungen, informieren über ihre Arbeit und laden zum Basteln und Mitmachen ein. Am Face- und Bodypainting-Stand Regenmaskerade können bunte Motive geschminkt werden. An Foodtrucks und Getränke-Wagen sowie in der Container-Bar des Theaters gibt es Speisen und Getränke.

Ein musikalisches Bühnenprogramm sorgt für Stimmung auf dem Platz. Mit dabei sind die Songwriterpunks im taxi rauchen und die Punk- (und) Rockband The Destruents. Tigrrez Punch aus Bielefeld bringt einen ganz neuen Stil auf die Bühne, den Rriot Trap Pop. Jens Schnarre und Regina Leenders vom Schauspiel-Ensemble des Theaters Oberhausen singen kämpferische queere Hymnen und die Tänzer:innen des Urban-Arts-Ensembles zeigen Ausschnitte aus dem Open-Air-Tanzabend Blockparty. Den Abschluss macht Liser: Sie ist die Punk-Queen des Raps, bekannt für feministische Banger und feinfühlige Songs, die mal unter die Haut – oder direkt auf die Fresse gehen. Moderiert wird das Bühnenprogramm von der bekannten Poetry-Slammerin Jana Goller und Anna Behrje, die für den CVJM Oberhausen im Organisations-Team dabei ist. Gäst:innen aus Politik und Kultur sowie Reden von Veranstalter:innen bilden den programmatischen Rahmen. Wir freuen uns auf ein Fest, bei dem der politische Einsatz für ein Oberhausen, in dem wir gern gemeinsam leben wollen, genauso im Vordergrund steht, wie die ausgelassene Stimmung und eine angenehme Zeit für Besucher:innnen jeden Alters.

Nach dem Ende des Stadtfestes um 18 Uhr, geht es im Kulturzentrum Druckluft weiter. Der Biergarten ist geöffnet, es gibt eine Tombola, Foodtruck sowie weitere Drag- und Tanzauftritte. Um 20 Uhr beginnt die große CSD-Party der Queeronauten mit Live-Musik und DJs, einer Lounge mit verschiedenen Ständen und guter Stimmung auf dem weitläufigen Gelände. Gefeiert wird bis tief in die Nacht!

Die Organisationen hinter dem ersten Christopher Street Day in Oberhausen sind ein Querschnitt der Stadtgesellschaft. Sie alle setzen sich für ein offenes und vielfältiges Oberhausen ein und sind Teil des Orga-Teams. Dazu gehören:

CVJM Oberhausen, Jugend und Kulturzentrum Druckluft e.V., Grüne Jugend Oberhausen,ws Unterhaus, Sportjugend im Stadtsportbund Oberhausen e.V., Theater Oberhausen, Jugendreferat der Evangelischen Kirche Oberhausen, Jugendring Oberhausen e.V., Jusos Oberhausen, kitev, Linksjugend Oberhausen, no.name Oberhausen, Offenes Forum Marienviertel, Queeronauten

Presseanfragen können gern an richter@theater-oberhausen.de gerichtet werden. Das Organisationsteam und die presseverantwortlichen Hannes Richter (Theater Oberhausen) und Carina Brühl (Jugendreferat der Evangelischen Kirche Oberhausen) sind vor Ort jederzeit ansprechbar.